Das Schenkbarsche Hoftheater Biedenkopf
Theaterspielen im echten Hinterland

Unsere Stücke

Unsere Stücke stammen bisher alle aus der Feder unseres Leiters Christoph Kaiser. Die Stücke sind übrigens alle über den stationären und Internetbuchhandel zu beziehen; Informationen unter publish.bookmundo.de/christophkaiser .



Eigentlich hatte Christoph Ende 2014 Leute gesucht, die anlässlich des 300. Jahrestages des letzten Biedenköpfer Stadtbrandes ein Theaterstück mit auf die Bühne bringen wollten. Quasi um zu üben wurde dann im September 2015 bereits ein Szenenabend daraus.


Die dort gezeigten Stücke waren:

Auf's Schlossmuseum
Dieses Stück hatte Christoph 2008 anlässlich des 100jährigen Bestehens des Museums im Biedenköpfer Schloss geschrieben. Es handelt von einem Berliner Touristen und seinem Zusammentreffen mit Einheimischen, denen sich der Sinn der Trachtenausstellung auf dem Schloss nicht ganz erschließt, da die Trachten des Hinterlandes auch nach 1908 noch für etliche Jahrzehnte alltägliche Kleidung waren. Und wer sieht sich selbst schon gerne hinter Glas als Museumsstück an?

 
 

In der Spinnstube
Die Spinnstube war bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein eine typische Situation auf dem Dorf, bei der sich nicht nur die Mädchen zum gemeinsamen Spinnen, Sticken und Tratschen trafen, sondern sich durchaus auch Burschen dazu gesellten, immer argwöhnisch beäugt von den Eltern, die aber diese Möglichkeit der Geschlechter, sich gesittet und im Lichte des Beiseins Aller zu beschnuppern, gar nicht ungern sahen.





Der Webstuhl
Das Hinterland lebte über Jahrhunderte aufgrund seiner schlechten Böden vom Weben der sogenannten Beiderwand, eines Tuches mit Kettfäden aus Leinen und Schussfäden aus Wolle, die von Blaufärbern schwarz gefärbt wurde und als "Biedenköpfer Tuch" europaweit gute Preise erzielte. Das Stück beschreibt die Katastrophe, die die Erfindung des mechanischen Webstuhles nicht nur für die Weber in Schlesien, sondern im ganzen ländlichen Europa bedeutete.





Der Erlkönig
Die Szene auf dem Marktplatz in Wetzlar beschreibt ein historisch nicht sicher zu verifizierendes Zusammentreffen Goethes mit seiner Lotte, in der er seiner Angebeteten den "Erlkönig" präsentiert und Lottes Reaktion.




So
Diese Szene eines Stickunterrichts besteht nur aus dem immer gleichen Wort.




 
Am Waschbrunnen
Der Brunnen war in früheren Zeiten als Treffpukt der Frauen ein immer wiederkehrender Ort nachbarschaftlicher Unterhaltungen und ländlichen Frohsinns.





Auf dem Wochenmarkt
Der Marburger Wochenmarkt mit seinen vielen Ständen mit Marktfrauen aus allen Teilen des Marburger Landes, des Amöneburger Beckens und des Hinterlandes war bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein ein nicht aus der Stadt wegzudenkender Teil der Alltagskultur. Und nicht immer ein friedlicher.













2016 folgte dann das erste längere Stück, um eine Gruppe aus bereits theatererfahreneren Mitwirkenden zusammen zu schmieden. Tatsächlich gab es kaum Veränderungen in der Zusammensetzung der Gruppe. Ein fester Kern von etwa 15 Personen hatte sich bereits herausgebildet, was es Christoph ermöglichte, die Rollen den Akteuren quasi auf den Leib zu schreiben.



So auch im nächsten Stück

Geister? Geister! Geister???



Dabei handelt es sich erstaunlicherweise um ein Geisterstück, das in einem eigentlich nicht mehr existierenden Jagdschloss der Hessischen Landgrafen spielt, das trotz physischer Nichtexistenz von jungen Leuten aus Bauerbach erworben und bezogen wird. Merkwürdigerweise scheitern fast alle Bemühungen, die drei neuen Schlossbesitzer zu besuchen; nur eine Hobbyhexe schafft es, zu ihnen vorzudringen. Derweilen ärgert sich die Familie mit einander und mit Apfelkuchen herum. Nur durch das beherzte Eingreifen von Freunden, des katholischen Pfarrers aus Bauerbach und einer sehr neugierigen Bekannten kann das Schlimmste verhindert werden.

 




















 

Dieses Stück wurde dann in veränderter Form, da einige junge Mitwirkende ausgeschieden und andere neu dazu gekommen waren, unter dem Titel

Die Herren von Schloss Katzenbach

2019 im Schloss Biedenkopf und im Januar 2020 im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde noch einmal neu aufgeführt.





















































2017 war es dann so weit: Endlich wurde das Stück aufgeführt, für dessen Umsetzung sich die Gruppe gegründet hatte:

Dreimal ein Phönix.

Im Jahre 1717 war fast ganz Biedenkopf zum dritten Mal in 80 Jahren fast komplett abgebrannt. Das um dieses Ereignis geschrieben Stück war das erste zweieinhalb Stunden-Stück, das unsere Gruppe meisterte und mit in unserer Region durchaus großem Erfolg sechsmal auf die Bühne brachte. Die Feuerprobe war geschafft. Das Stück war offensichtlich so gut gelungen und wurde so gelobt, dass etwas später der Londoner Komponist und Musicalschreiber Paul Graham sich von einigen Figuren daraus zu seinem Musical "Stadtbrand" inspirieren ließ. Ein schöner Erfolg.






























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